Demokratie heißt nicht, dass eine Mehrheit über Minderheiten bestimmt, sondern wie eine Mehrheit mit Minderheiten umgeht.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

aufregende, aufwühlende Wochen liegen hinter uns. Während rechtsgerichtete Gruppierungen von außerhalb, den tragischen Tod eines jungen Kötheners zum Anlass nahmen aus unserer Stadt ein Aufmarschgebiet für ihr Gedankengut zu machen, hat der größte Teil der Köthener Bevölkerung klare Zeichen dagegen gesetzt. In einer beeindruckenden Art- und Weise haben wir gezeigt, dass wir uns unsere Stadt nicht nehmen lassen. Erst recht nicht von Leuten denen unsere Stadt völlig egal ist. Es hat sich in dieser Krisensituation gezeigt wie stark wir sind, wenn wir für die Interessen unserer Stadt stehen. Ob Bürger, Hochschule, Kirche, Vereine, Politik oder Sicherheitskräfte, dieser Zusammenhalt hat bewiesen, welche Kraft und Möglichkeiten wir als eine starke Gemeinschaft besitzen. Wie in kürzester Zeit beispielhaft auf diese Krisensituationen reagiert wurde. Dies wurde nicht nur bundesweit, sondern weltweit beobachtetet. Wir sind ja in den letzten Jahren nicht gerade immer mit positiven Bildern in den Medien vertreten gewesen (sie wissen was ich meine). Was wir als Stadt aber hier für ein Bild abgegeben haben hat allen Beobachtern Respekt abgenötigt. Diese Krisensituation sollten wir aber auch als Chance begreifen, den Zusammenhalt, den wir in diesen Tagen gezeigt haben weiter zu entwickeln. Einmischen im besten Sinn ist daher durchaus angesagt.

Bezogen auf die Überschrift ist noch zu bemerken, dass natürlich im Umkehrschluss die Minderheit nicht über die Mehrheit bestimmen kann.

Wenn wir uns aber nicht von unserem Sofa erheben, kann dies ganz schnell passieren, wie die Geschichte dies hinlänglich beweist.

 

Uwe Raubaum

Fraktionsvorsitzender SPD-Stadtratsfraktion

 

 

 

 

 

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 10/2018 am 26.10.2018

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger

 

Der Kleingarten – mehr als eine Idylle

 

Der Stadtrat hat auf seiner letzten Sitzung die Erstellung einer Konzeption zum Thema “Kleingärten” beschlossen. Diese wird auf der Grundlage von erfassten Daten seitens der Stadtverwaltung in einer Arbeitsgruppe des Stadtrates erstellt werden. Wobei dieser Arbeitsgruppe nicht nur Stadträte angehören sollen.

Grundsätzlich begrüßt unsere Fraktion den Schritt sich dieser Thematik anzunehmen.

Die Kultur der Kleingärten und des Vereinslebens in einer Sparte hat eine lange Tradition.

Ich möchte jetzt nicht auf die Situation eingehen wie viele Kleingärten wo momentan leer stehen bzw. nicht mehr bewirtschaftet werden. Dazu muss die Stadtverwaltung erst fundierte Unterlagen liefern. Im Übrigen aber ist dies nicht nur ein Problem in unserer Stadt mit ihren Ortschaften, sondern bundesweit.

Interessanterweise fand ich in einem Artikel der MZ Halle (Saale) vom 29.04.2018 folgende Aussage: Zitat ” Es treibt immer mehr jüngere Menschen in die Gartenvereine”.

Insofern wird sich die Arbeitsgruppe auch mit dem Punkt beschäftigen müssen, wie schafft man das. So ein Kleingarten dient ja nicht nur der Selbstversorgung mit gesundem Obst und Gemüse (die eigene Tomate vom Strauch oder die frisch gepflückte Erdbeere schmecken nun einmal besser), ist auch nicht nur ein Ort der Entspannung und Erholung, sondern auch ein Ort in dem Gemeinschaft gelebt wird. Dies ist in einer Welt die zunehmend auf Individualisierung angelegt ist, wichtiger denn je. Kleingärten waren schon immer Orte wo Alt und Jung zusammengekommen sind und verdienen daher auch unsere volle Aufmerksamkeit.

Wir werden uns als Fraktion daher sehr aktiv mit Ideen in die Arbeitsgruppe einbringen. Natürlich sind wir auch für jeden Hinweis zu diesem Thema dankbar.

 

 

 

Uwe Raubaum

Fraktionsvorsitzender SPD-Stadtratsfraktion

 

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 05/2018 am 25.05.2018

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger.

 

Ich weiß nicht, wie es ihnen geht. Ich freu mich jedenfalls, dass die dunkle Jahreszeit vorüber ist, die Tage wieder länger sind und ich wieder viel an der frischen Luft unternehmen kann. Die Kleingärtner sind schon voll in Aktion und die Menschen schauen auch nicht mehr so mürrisch drein. Die Vorfreude auf den in Aussicht stehenden Urlaub hebt die Stimmung noch einmal. Es ist gerade so, als ob die Sonne direkt in unser Herz scheint. Leider ist es aber so, dass die Welt um uns immer unruhiger und gewalttätiger wird. Als 1989 der eiserne Vorhang fiel hatte ich, sicherlich wie viele von uns, die naive Vorstellung, die Welt würde nun etwas besser werden. Heute muss ich aber feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Noch mehr Kriege, Konflikte und noch mehr Hass. Das liegt aber nicht an Ländern, sondern an Menschen, die glauben, sie müssen anderen ihren Willen und ihre Vorstellungen vom Leben aufdrücken. Machterhalt, Raffgier und maßlose Selbstdarstellung sind die Ursachen. Daher tun wir immer gut daran zu hinterfragen, welches Ziel die Informationen, mit denen wir rund um die Uhr überflutet werden, haben. Wir haben ja unseren Kopf zum Denken und nicht nur zum Haareschneiden. Es hilft auch nichts, ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen. Denn 3 Finger zeigen dabei immer auf uns selbst (Probieren sie es aus). Tun wir als etwas für ein friedliches Zusammenleben und für unsere Stadt. So hat SPD-Stadtratsfraktion z.B. gemeinsam mit dem Ortsverein am 21. April einen Arbeitseinsatz im Tierpark durchgeführt. Dies ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein.

Vielleicht fällt Ihnen ja auch etwas ein, wo sie helfen können unsere Stadt noch attraktiver machen. ich bin überzeugt davon, dass ihnen da etwas einfällt. Es müssen ja nicht immer die großen Dinge sein. Schon für Ordnung und Sauberkeit im eigenen Umfeld zu sorgen hilft.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes Frühjahr und einen hoffentlich einen tollen Sommer.

 

Uwe Raubaum

Fraktionsvorsitzender SPD-Stadtratsfraktion

 

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 04/2018 am 27.04.2018

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köthen,

das neue Jahr hat begonnen und alle scheinen schon wieder der üblichen Hektik verfallen zu sein. Darum wünsche ich Ihnen als erstes, dass Sie in 2018 mehr Zeit für sich und Ihre Familie finden und dass Ihre persönlichen Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

Ehrenamtlich engagiere ich mich schon seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Köthen. In letzter Zeit kann ich mein Engagement für die Feuerwehr auch sehr gut mit meinen Aktivitäten im Stadtrat verbinden. Dadurch gelingt es mir, das Thema Feuerwehr auch im Köthener Stadtrat mehr in den Fokus zu rücken. Aus meine Sicht gibt es noch sehr viel Potenzial, die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden mehr in den Mittelpunkt der Köthener Bürgerinnen und Bürger zu bringen. Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass es die Annahme gibt, die Stadt Köthen leistet sich eine Berufsfeuerwehr. Erst kürzlich hat mir eine Bürgerin nach Einsatzende noch eine gute Schicht gewünscht. Vermutlich ging auch sie davon aus, dass unsere Stadt von Berufsfeuerwehrmännern geschützt wird. Dem ist aber nicht so. Alle Köthener Kameraden verrichten ihre Arbeit als ehrenamtliche Mitglieder zu jeder Tag- und Nachtzeit, 24 Stunden, 7 Tage die Woche. So sind im Jahr 2017 für die Ausbildung, die Absicherung von Veranstaltungen und nicht zuletzt für 161 Einsätze zahlreiche Arbeitsstunden geleistet worden. Auch dank unserer Kameraden der 6 Ortswehren konnten wir alle Einsätze professionell abarbeiten.

Leider beobachte ich seit vielen Jahren eine stetig schrumpfende Zahl der aktiven Einsatzkräfte. Zwar gelingt es uns durch eine starke Jugendfeuerwehr diesen Mitgliederschwund ein wenig aufzufangen, jedoch wird sich dieses Problem meines Erachtens in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Ein weiterer Weg, die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten, ist der Einsatz hoch moderner und effizienter Löschtechnik. Durch die schnelle und unkomplizierte Unterstützung unseres Oberbürgermeisters und aller Stadträte, ist es uns gelungen, trotz der angespannten Haushaltssituation, ein neues Einsatzfahrzeug genehmigt zu bekommen, welches voraussichtlich Anfang März für die Freiwillige Feuerwehr Köthen in den Dienst gestellt wird.

Mit diesem Fahrzeug werden wir in die Lage versetzt, auch zu den kritischen Tageszeiten zwischen 6:00 und 16:00 Uhr die Einsatzbereitschaft mit hoher Qualität zu gewährleisten.

Sie sind herzlich eingeladen, das neue Fahrzeug in Augenschein zu nehmen und eventuell können wir auch Sie für die moderne Technik begeistern und Sie zur Mitarbeit bei uns überzeugen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch mal alles Gute für 2018.

Ihr Stadtrat

Yves Kluge

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 01/2018 am 26.01.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köthen,

die Vorweihnachtszeit lässt die Familien, Freunde, Vereinsmitglieder und manchmal auch die Kollegen enger zusammenrücken. Es gibt Weihnachtsmärkte, Adventskaffee und gemeinsame Feiern, die gemütlich und besinnlich gestaltet werden. Auf einen besonderen Weihnachtsmarkt, den ich als Stadträtin immer wieder gern besuche, möchte ich Sie vielleicht für das nächste Jahraufmerksam machen. Das städtische Pflegeheim im Lutzepark veranstaltete drei Tage lang, vom 01.12. bis 03.12.2017 wieder traditionell für die Seniorinnen und Senioren einen äußerst liebevoll vorbereiteten Weihnachtsmarkt, der auch von Angehörigen und Gästen gern besucht wird. Die betagten Bewohnerinnen und Bewohner haben aus gesundheitlichen Gründen oft nicht mehr die Möglichkeit, einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. So gibt es auf dem Gelände des Pflegeheims hübsch geschmückte Buden, die vom Personal mit guter Laune und viel Liebe betrieben werden. Vom Grünkohl, lecker eingelegten Steaks, Glühwein bis zu frisch gebackenen Kräppelchen gibt es alles, um es mit allen Sinnen zu genießen. Mit Livemusik wird das Vergnügen, bei dem schon mal eine Träne der Rührung fließt, abgerundet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eingebunden und tun das mit ganz viel Liebe, um so ihren Bewohnern und den Angehörigen ein paar schöne Stunden zu bereiten. Für dieses Engagement ein ganz herzliches Dankeschön!

Wir als Stadtratsfraktion der SPD wünschen Ihnen und Ihren Familien schöne und besinnliche Stunden in der Weihnachtszeit und einen guten und gesunden Start in das Jahr 2018.

Ihre Stadträtin

Kerstin Beutler

 

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 12/2017 am 22.12.2017

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

heute möchte ich über einige Themen, die uns bewegen, informieren.

Fasanerie – Arbeitsgruppe beginnt Tätigkeit –

Wie der Presse zu entnehmen war, hat die Arbeitsgruppe „Fasanerie“ im Oktober ihre Arbeit aufgenommen. Als Mitglied dieser Arbeitsgruppe hoffe und wünsche ich mir, dass das Ergebnis dann die Akzeptanz findet,die es ermöglicht, die Fasanerie als grüne Lunge unserer Stadt auch für künftige Generationen zu erhalten. Dazu sind umfangreiche Untersuchungen der Flora und Fauna erforderlich. Zielstellung ist die Erstellung einesPflege- und Entwicklungskonzeptes, unter Einbeziehung des im Jahr 2012 erstellten „Forstwirtschaftlichen Einrichtungswerks“, das im April 2019 dann vorliegen soll. Ob die im Jahr 1998 auf Initiative des damaligen Stadtrates Herbert Kühnel (SPD) angelegte Neupflanzung erhalten werden kann, ist dabei auch ein Diskussionspunkt.

Tierpark auf sicheren Füßen

Einstimmig hat die SPD-Fraktion für den neuen Betreibervertrag der Stadt mit der Tierpark gGmbH gestimmt und so mit dafür gesorgt, dass in den nächsten 10 Jahren die engagierte Arbeit für einen der wichtigsten Anziehungspunktes unserer Stadt erfolgreich fortgesetzt werden kann. Für das, was in den vergangenen Jahren geleistet wurde, gebührt dem jungen Team des Tierparks unser Respekt und unsere Anerkennung.

Klimaschutz geht uns alle an

In den vergangenen Wochen gab es den Klimagipfel in Bonn mit 25.000 Teilnehmern aus 195 Ländern. Nun geht Klimaschutz nicht nur Regierungen an. Auch unsere Stadt hat sich dieser Aufgabe verschrieben. 2014 hat sich der Köthener Stadtrat mit dem Beschluss des Berichts zur Einstiegsberatung „Kommunaler Klimaschutz als wichtige Komponente zukünftiger Stadtentwicklung“ positioniert. Am 21.09.2017 fand nun die erste Klimabeiratssitzung der Stadt statt. Es wurde u. a. die Energie- und CO2-Bilanz der Stadt Köthen vorgestellt. Dabei wurde in einer ersten Diskussion festgestellt, dass die größten Einsparpotenziale in den privaten Haushalten liegen. In den nächsten Beratungen wird es nun darum gehen, wie mit dieser Erkenntnis umgegangen wird und welchen Beitrag wir als Köthener BürgerInnen zum Klimaschutz leisten können und wollen. Dabei spielt auch die E-Mobilität eine wichtige Rolle. Auf Initiative unserer Fraktion und des SPD-Ortsvereins konnte sich die Köthener Bevölkerung am 18.11.2017 in einer öffentlichen Veranstaltung darüber informieren.

 

Abschließend wünschen wir an dieser Stelle Ronald Mormann als Mitglied des Landtages viel Kraft und Erfolg bei seiner Tätigkeit, insbesondere bei seinem Kampf um die Sanierung unseres Schlosses.

 

Uwe Raubaum

Fraktionsvorsitzender SPD Stadtratsfraktion

 

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 11/2017 am 24.11.2017

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

alle Welt spricht von disruptiven Veränderungen in der Mobilität, über das nahende Ende der Verbrennungsmotoren und den unaufhaltsamen Siegeszug alternativer Antriebe. In der Praxis jedoch, klafft eine riesige Lücke zwischen Vision und Wirklichkeit. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Hemmnisse stehen einem echten Umbruch im Weg. Der Ausbau moderner und öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, Erhöhung der Reichweiten und Reduzierung der Anschaffungskosten sind dringend zu lösende Aufgaben, um die Akzeptanz für Elektromobilität in Deutschland zu erhöhen. Elektromobilität bedeutet dabei wesentlich mehr als die bloße Fortbewegung von A nach B. Sie ist fester Bestandteil eines neuen, nachhaltigen Lebensstils. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung, sie hilft, insbesondere in Innenstädten, Schadstoff- und Lärmemissionen deutlich zu senken und sie begeistert nicht zuletzt mit einem völlig neuen Fahrgefühl. Lassen auch Sie sich davon begeistern. Unter dem Motto: „Mit Strom sauber in die Zukunft – E-Mobilität zum Anfassen“ führt die SPD Köthen gemeinsam mit der evangelischen Kirche und der Unterstützung der Firma Strominator aus Leipzig sowie der Köthener Firmen Albatros und der Raymond Schulz Sanitätsschule am Samstag, dem 18.11.2017 von 11:00 bis 13:00 Uhr im Wolfgangstift eine Informationsveranstaltung zum Thema E-Auto und E-Bike durch. Alle interessierten Bürger sind dazu recht herzlich eingeladen und erhalten dort die Möglichkeit, sich über nachhaltige Mobilitätsalternativen zu informieren und sich bei einer Probefahrt mit einem Elektrofahrzeug selbst vom neuen Fahrgefühl zu überzeugen.

 

Andreas Wittig

Stadtrat – SPD-Fraktion

 

 

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köthen Nr. 10/2017 am 27.10.2017